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Die Talsperre Malter - Geschichte von Malter(Quellverzeichnis: MALTER - Die Geschichte eines teilweise verschwundenen Dorfes, Verfasser: Kerstin Krause)
Der Ortsname Malter
Der Ortsname, in der Originalschreibweise von 1501 Mewltewr und Meltewr, weist auf einen geringen Bodenertrag, wo Mehl teuer ist, hin. Die Schreibweise von 1503 war dann "Meltern" oder "Malter". Malter wechselte im Laufe der Jahrhunderte mehrfach die Schreibweise. 1548/64 hieß der kleine Ort "in der Maltter" und "Meltter", im Jahre 1552 "Meldern", 1555/56 "Melthewer", 1569 "Melttern", 1572 "Melter, Molter", 1590 "Dippoldiswalder Malther" und um 1600 "Die Malder". 1754 trug der Ort den Namen "Malther" und 1819 gab es die Ortsbezeichnungen "Ober- und Niedermalter".
Die Belege, welche die Ortsnamen enthalten, lassen eine frühzeitige Eindeutung von "Malter" erkennen. "Malter" war eine Bezeichnung für ein altes Hohlmaß für Getreide und Mehl, ursprünglich "auf einmal gemahlene Getreidemenge". Der Zusatz bei der Ortsbezeichnung von 1590 "Dippoldiswalder Malther" bezieht sich auf grundherrschaftliche Anteile, Malter gehörte damals zu Dippoldiswalde. Die Bezeichnung von 1819 weist auf eine Unterscheidung einzelner Teile des Ortes hin. Andere Quellen besagen, dass der Ort Malter, der einst im lieblichen Wiesengrund der Weißeritzniederung lag, seinen Namen aus dem Wort "molitura = Mahlgetriebe" der lateinisch geschriebenen Urkunden aus der Besiedlungszeit erhalten hat. Vermutlich ist die Mühle eines Grundherren oder eines Klosters der Kern des späteren Dorfes Malter gewesen.
Der Ort Malter wurde nach bisherigem Kenntnisstand im Jahr 1501 erstmals im Zusammenhang mit einer Türkensteuer erwähnt. Die Türkensteuer war eine Reichssteuer für den Krieg gegen das Osmanische Reich. Für Malter, welches damals zum Schloss Dippoldiswalde gehörte, wurden dort zwei steuerpflichtige Männer verzeichnet. Das besagt aber nur, dass der Ort Malter damals schon bestanden hat. Ein früherer Nachweis seiner Existenz konnte bisher nicht gefunden werden. Hinweis: Die bisherigen Nachforschungen zur Geschichte von Malter sind in einer von Frau Kerstin Krause verfassten Chronik niedergeschrieben. Die Chronik kann zum Preis von 15,00 € bei Frau Kerstin Krause oder Frau Silke Schulz in Malter erworben werden.
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